Wohnen für Jede/n
- Markus Baier
- 28. Mai 2020
- 1 Min. Lesezeit
Wenn Qualität überzeugt, dann freut mich das besonders. Sie muss dazu gut erklärt werden. An der Südschule (Pahnsiek/Stiftsland) soll ein neues Baugebiet entstehen. Der Bedarf an Wohneigentum, aber auch an günstigen Wohnungen wurde im Handlungskonzept Wohnen für Lemgo prognostiziert. Eine Schlüsselfunktion nimmt dieses Baugebiet ein, da hier auf einer größeren, mittlerweile städtischen Fläche geplant werden kann.
Als wir die Idee vor einem Jahr im zuständigen Ausschuss vortrugen, waren die Meinungen gespalten. Es gab Kritik, Leserbriefe und Mutmaßungen. Daher hat sich die Stadtplanung besondere Mühe gegeben, ihre Ideen zu visualisieren. Und gute Ideen für das Baugebiet gibt es viele: - Deckung des Bedarfs an Wohneigentum mit Einzel-, Doppel- und Reihenhäusern - Berücksichtigung von einkommensschwachen Haushalten - Ausschreibung einer Fläche für Investoren, die günstige Wohnungen mit prägnanter Architektur bauen - Versorgung mit Fernwärme, um eine klimafreundliche Siedlung zu bauen - Schutz vor Oberflächenwasser mit Gräben und Rückhaltebecken - Ein gestalterisches Konzept zur Bildung einer Identität im Gebiet - Freiflächenkonzepte (keine Schottergärten, Baumreihe an der Straße zum sommerlichen Hitzeschutz, Begrünung von Dächern, Versickerung von Oberflächenwasser etc. - durchdachte Verkehrsführung und -flächen
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Der Ausschuss für Bau, Straßen und Umwelt war nun überzeugt, dass ein sehr gutes Konzept gefunden worden ist, um Lemgo verantwortungsvoll weiter zu entwickeln. Der Beschluss war einstimmig. Nun gilt es im Bebauungsplanverfahren, die Bürgerinnen und Bürger von dem Konzept zu überzeugen. Mit den richtigen, verständlichen Methoden der Kommunikation wird auch das gelingen. Ich freue mich schon auf ein neues Stück Stadt, das lebenswert und mit besonders ausgeprägten Qualitäten wird - typisch Lemgo eben!







Es ist beeindruckend zu sehen, welche Mühe sich die Stadtplanung gegeben hat, um die vielfältigen Ideen für das Baugebiet an der Südschule zu visualisieren, besonders angesichts der anfänglichen Skepsis. Das Ziel, „Wohnen für Jede/n“ zu schaffen, ist lobenswert. Ein solch ganzheitlicher Ansatz, der nicht nur ökologische und architektonische Aspekte berücksichtigt, sondern auch einkommensschwache Haushalte einbezieht, ist entscheidend für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung und die Akzeptanz in der Gemeinschaft. Während die physische Identität eines Gebiets durch Gestaltungskonzepte gefördert wird, ist die Unterstützung der individuellen Identitäten der Bewohner ebenso wichtig für ein wirklich inklusives Miteinander. Für viele ist das Verständnis der eigenen Identität, einschließlich der sexuellen, ein zentraler Aspekt des Wohlbefindens. Wer sich damit auseinandersetzen möchte, findet hier wertvolle Ressourcen zur sexuellen Selbstfindung.