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  • Markus Baier

Hand in Hand

Heute morgen durfte ich mit der Regierungspräsidentin und dem Landrat den Probebetrieb des Impfzentrums für den Kreis Lippe in Lemgo in der Phoenix-Contact-Arena besichtigen. Um es vorweg zu nehmen: Ich war beeindruckt. Der Aufbau der Logistik, der Teams für die verschiedenen Bereiche, der Infrastruktur vor Ort, das alles hat offenbar hervorragend funktioniert. Ich sah eingespielte Teams, wo jede/r wusste, wie es funktionieren soll und jede/r weiß, was er zu tun hat. Als "Impfling" (wer hat sich diesen Begriff eigentlich ausgedacht, ein Arzt sagte mir, das hieße Patient) würde ich mich sehr gut aufgehoben fühlen. Auch für Komplikationen ist natürlich vor Ort gesorgt. Der Impfstoff, den wir als erstes bekommen ist neu. Er hat keine Konservierungsstoffe und keine Eiweiße in sich, damit sind zwei Allergierisiken schon einmal ausgeschlossen. In England gab es bei 200.000 Impfungen bisher 2 allergische Reaktionen, diese waren aufgrund der bekannten Disposition erwartet. Das alles macht sehr viel Mut, ich persönlich habe keine Bedenken, mich impfen zu lassen, wenn ich dran bin. Als erstes sollten diejenigen geimpft werden, die den Schutz am Nötigsten haben, das sind ältere Menschen, insbesondere in Pflegeeinrichtungen. Auch das halte ich für richtig. Die genaue Reihenfolge ist für mich kein politisches Thema, sondern sollte den Ärzten und Fachleuten überlassen werden, das hat auch etwas mit sinnvoller Logistik zu tun. Die ersten Impfungen werden wohl kurz nach Weihnachten von mobilen Teams in Einrichtungen direkt erfolgen. Am meisten wer ich begeistert von der guten Zusammenarbeit von den Hauptamtlichen, Freiwilligen (z.B. aus dem dem Ruhestand zurück geholte Ärzte) und den ehrenamtlichen Hilfs- und Rettungsorganisationen. Dem Katastrophenschutz des Kreises und der Kassenärztlichen Vereinigung haben hier beste Vernetzungsarbeit geleistet. Von mir ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten! Besonders stolz bin ich natürlich, dass unsere Stadt die Infrastruktur, wie auch schon beim Testzentrum, aufweist, um so ein aufwändiges Unterfangen durchzuführen. Wenn dieser Lichtblick in der Pandemie in Lemgo stattfindet, dann ist er dort natürlich genau richtig verortet! Aber auch die Helfer aus Lemgo sollen hier besonders erwähnt werden, stellvertretend unsere beiden Leiter der Freiwilligen Feuerwehr, die dann auch die Dienstleitung mit den anderen Feuerwehrführungen des Kreises übernehmen werden. Sie merken, ich bin voll des Lobes, denn alles läuft an der Bunsenstraße Hand in Hand. Wir können mithelfen, in dem wir uns informieren und der Impfung gegenüber aufgeschlossen sind. Helfen wir also alle mit, die Pandemie zu überwinden. Diesmal nicht mit "zu Hause bleiben", sondern aktiv mit der Bereitschaft zur Impfung, wenn wir an der Reihe sind.




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